Pressemitteilung der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag vom 11. Januar 2015
zu den Ereignissen in Frankreich

Während wir uns auf den Chemnitzer Friedenstag 2015 vorbereiten, erreichen uns die schrecklichen Nachrichten aus Frankreich. Vermeintlich im Sinn einer Weltreligion morden brutale Fanatiker Journalisten, Polizisten und Geiseln. Wir bekennen uns zur Freiheit des Wortes und begrüßen die Kampagne der internationalen Journalistenorganisation „Word Editors Forum“
Steh solidarisch an der Seite von Charlie Hedbo. Zeig keine Angst!

Presse und Meinungsfreiheit sind Bestandteil unseres Lebens und dürfen durch Morde und Drohungen nicht gefährdet werden. Der Terror in Frankreich könnte sogenannten Patrioten, welche eine „Islamisierung des Abendlandes“ befürchten, nützen. Islamische Religion darf nicht mit Terrorismus gleichgesetzt werden – wir wenden uns gegen Pauschalurteile. Am 25. Februar werden wir in einer Veranstaltung im Schauspielhaus über den NSU-Terror und das Leid der Opfer sprechen. Wir suchen nach Antworten auf die Fragen, wie es soweit kommen konnte und was sich seitdem verändert hat. Die NSU-Terroristen waren und sind unsere Nachbarn. Augen auf! Kehren wir vor der eignen Haustür!

Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag

Hartwig Albiro, Stephan Brenner, Sylvia Eichner, Sabine Kühnrich, Christoph Magirius, Gerald Richter, Dr. Thomas Schuler, Heike Steege

   
© ALLROUNDER