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1  „Europa – Humanität statt Mauern“
Europa schirmt sich ab, es hat seine eigenen Probleme: Schulden, Wirtschaft, Arbeitslosiskeit, aber auch Überalterung, Arbeits- und Fachkräftemangel.
In einer globalen Welt kann sich keine Nation mehr abschotten. Wir haben nur eine Welt und was anderswo geschieht, wirkt auf uns zurück, gleich ob es um politische Konflikte, um unseren Müll oder unseren Wohlstand und Energiebe-darf geht. Es ist ein Wahnsinn, wie Kraft und Intelligenz vergeudet wird, weil das Geld zum Existenzminimum fehlt und anderswo Menschen so viel Geld anhäufen, dass sie es nie verbrauchen können. Nur im Miteinander aller Nationen, wenn die Mauern und Zollschranken fallen, ist diese Welt noch zu retten.
 Doreen + Isabelle vom CSM
 
2  „Europa, erinnere dich an die Menschenrechte!“
Die Charta der UNO-Menschenrechte hat einen langen Weg genommen, der stark von Europa geprägt wurde: von den freien Bürgern Athens über die Französische Revolution zu modernen Verfassungen europäischer Staaten und der USA. Freiheit und Gleichheit der BürgerInnen, freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit und das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und Selbstbestimmung sind grundlegende Rechte. In vielen Regionen der Welt fehlt dazu die staatsrechtliche Grundlage. Europa hat durch Kriege, Kolonialpolitik, Kreditabhängigkeiten und Schutzzölle zur Verschärfung von Gegensätzen beigetragen.
Die Flüchtlingsströme werden nur nachlassen, wenn weltweit mehr Gerechtigkeit geschaffen wird.
von der Montessori-Schule:  Katharina Kästel-Sasse
 
3  „All we are saying is give peace a chance“
 
Der Text stammt aus einem Song von John Lennon aus dem Film „Blutige Erdbeeren“. In dem auf der Grundlage des Drehbuches von Israel Horovitz entstandenen Film decken die rebellierenden Studenten die Beteiligung der Universität am Krieg auf, welche sie besetzen und bestreiken.
Der den Übergang vom privaten zum politischen Engagement geschickt nachzeichnende Film ergibt ein ergreifendes Bild der Atmosphäre der amerikanischen Universitätsunruhen vom Mai 1968.
Die Studenten sitzen im Film in einen Kreis auf dem Boden, immer mehr reihen sich ein: die Sitzblockade und der Text sind eine eindeutige Botschaft. Sie wird von der Universitätsleitung mit einem brutalen Polizeieinsatz beantwortet. Seitdem sind Blockaden Ausdruck des zivilen Ungehorsams, insbesondere wo die Staatsmacht Ungerechtigkeit und fremdenfeindliche Ideologien schützt.
 
von: Montessori-Schule
 
4  „Sag nicht, es ist für’s Vaterland“,
schrieb Sophie Scholl in einem Brief an einen Freund, der mit Begeisterung in den Krieg zog und sich auf’s „Knallen“ freute.
Sophie Scholl, die sich anfänglich in der Hitlerjugend engagiert hatte, war zu der Einsicht gekommen, dass sich alle mitschuldig machen, die den Verbrechen der Nazis tatenlos zusahen, das Regime unterstützten oder tolerierten.
Wie viele andere, die Widerstand leisteten, musste Sophie sterben. Sie war erst 22 Jahre alt.
Auschwitz ist zum Inbegriff der Nazi-Ideologie geworden, der Endpunkt einer menschenverachtenden Weltanschauung. Wer heute als Neonazi auf den Zug der Ausländerfeindlichkeit mit aufspringt, der kommt auch an Auschwitz nicht vorbei.
 
Jule u. Emma Irmscher vom CSM

 
 
 
 
 
   
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